Hier finden Sie eine Übersicht unserer Leistungen
Verhütung
Verhütung ist ein sehr persönliches Thema, das eine eingehende Beratung erfordert.
Neben Wünschen zur einfachen Handhabung und positiven Nebeneffekten (wie schönere Haut, weniger Schmerzen bei der Periode) spielt natürlich vor allem Ihre aktuelle Lebenssituation eine große Rolle bei der Wahl der für Sie richtigen Methode.
Ob z.B. eine natürliche Familienplanung, die Pille, der VaginalRing, das Pflaster, das Implantat, die Gynefix, eine Spirale (Kupfer, Hormonspirale) oder andere Methoden verwendet werden sollten ist auch abhängig von ihrer persönlichen Krankengeschichte, ihrem Zyklus, ihrer Periodenstärke, der Familienvorgeschichte und den Risikofaktoren, die Sie mitbringen.
Info:
Vor der Einlage der Kupfer-, Gold- oder Hormonspirale (Mirena, Kyleena, Jaydess) sollte die Krebsvorsorge sowie der Ultraschall von der Gebärmutter und den Eierstöcken unauffällig sein und der Chlamydientest negativ sein.
Unter Einnahme von hormonalen Verhütungsmitteln (Pille, NuvaRing, Pflaster etc) und Verwendung einer Spirale oder Kupferperlenball, Kupferkette sollten halbjährliche Untersuchungen durchgeführt werden. So können Nebenwirkungen- wie z.B. Blutdruckveränderungen, verrutschen der Spirale etc. - früh genug erkannt werden.
Wenn Sie sich vorab informieren möchten, haben wir folgende Links für sie zusammengestellt:
Kinderwunsch
Bei Kinderwunsch sind bereits im Vorfeld einer Schwangerschaft einige Dinge zu beachten, die wir mit Ihnen gerne individuell in einem Gespräch erläutern:
• die Überprüfung des Impfschutzes, ggf Nachholen von Impfungen
• die rechtzeitige Einnahme von Folsäure und ggf Jod
• Ernährungsfragen
• falls nicht schon geschehen: Krebsvorsorge und vaginaler Ultraschall
• ggf bakteriologischer Abstrich, Abstrich auf Chlamydien oder sexuell übertragbare Krankheiten
• das Erkennen der fruchtbaren Tage (Basaltemperaturkurve, Ovulationstest)
• Kontrolle beim Zahnarzt (Ausschluß von Karies und Parodontitis)
• ggf Hormonstatus
Schwangerschaft
Betreuung von Schwangerschaften und Risikoschwangerschaften
Wir legen großen Wert auf eine umfassende Betreuung und Beratung in der gesamten Zeit der Schwangerschaft. Über die fachärztliche Betreuung hinaus, bieten wir Ihnen gegebenenfalls eine Zusammenarbeit mit Spezialisten anderer Fachbereiche.
In den Mutterschaftsrichtlinien ist festgelegt, welche Untersuchung im Rahmen der Schwangerenvorsorge durchgeführt werden. Diese Untersuchungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.
Darüber hinaus gibt es Untersuchungen, die medizinisch sinnvoll sind und nicht oder nur teilweise von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.
11 + 0 bis 13 + 6 Schwangerschaftswoche:
95 % der Neugeborenen sind gesund. Um sicherzustellen, dass ihr Baby gesund ist, hat sich folgende Pränataldiagnostik etabliert.
Genauer Ultraschall zum Ausschluß von Fehlbildungen, die bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel erkennbar sind.
Ersttrimesterscreening:
Durch das sog. „Ersttrimesterscreening“ lässt sich mit Hilfe von differenzierter Ultraschalldiagnostik und der Bestimmung von ß-HCG und PAPP-A aus dem mütterlichen Blut eine statistische Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer Chromosomenstörung (z.B. die Trisomien 13, 18 und 21) errechnen.
Rhesus-NIPT Test (Nicht invasiver Pränataltest zur Bestimmung des fetalen Rhesusfaktors): Die „nicht-invasive Untersuchung des fetalen Rhesusfaktors D bei RhD-negativen Schwangeren“ wurde nun in die Mutterschafts-Richtlinien aufgenommen. Alle RhD-negativen Schwangeren können jetzt ihr Blut auf den Rhesusfaktor des Fetus testen lassen, um eine nicht notwendige Anti-D-Prophylaxe zu vermeiden.
Nichtinvasiver Pränataltest NIPT auf Chromosomenstörungen:
Das ist ein Bluttest bei der Mutter, ein Suchtest für die Chromosomenstörungen Trisomie 21, 18 und 13. Dieser Test wird von der Krankenkasse übernommen. Er bietet uns eine hohe Zuverlässigkeit mit einer Detektionsrate für Trisomie 21 von 99,5%. Bei dem Test werden Bruchstücke freien kindlichen Erbgutes aus dem Blut der Mutter auf das Risiko einer Erkrankung an Trisomie 21,18,13 und Störungen der Geschlechtschromosomen untersucht. Bei dem Test ist kein invasiver Eingriff nötig, daher besteht auch kein eingriffsbedingtes Fehlgeburtsrisiko.
Das Risiko für eine Trisomie 21 liegt bei 0,22% und steigt mit dem Alter der Mutter. Junge schwangere Frauen haben ein sehr niedriges Risiko.
Bei einem auffälligen Befund ist eine weitere Abklärung mit einer Fruchtwasserpunktion (Amniozentese) erforderlich.
Präeklampsiescreening:
Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) ist eine Erkrankung in der Schwangerschaft, die mit hohem Blutdruck, Wassereinlagerungen, Wachstumsstörungen des Kindes und anderen Komplikationen einhergehen kann.
Gefährdet sich Erst-Schwangere (2-5%), Schwangere mit bereits hohem Blutdruck, Übergewicht, Diabetes, Zwillingsschwangerschaften, höheres mütterliches Alter, familiäre Vorbelastung u.a..
Bei erhöhtem Risiko gibt es eine medikamentöse Therapie um die Krankheit abzumildern.
Der Screening-Test wird in Zentren durchgeführt und ist eine Selbstzahlerleistung.
Zuckerbelastungstest in der Frühschwangerschaft (12. - 16. SSW):
Bei ca. 1 von 10 Schwangeren kommt es zu einer Zuckererkrankung in der Schwangerschaft.
Risikofaktoren sind: Übergewicht (BMI>35), höheres mütterliches Alter, Diabetes bei Verwandten, oder ein früherer Schwangerschaftsdiabetes.
Diabetes in der Schwangerschaft geht mit vielen Risiken einher, wie hoher Blutdruck , Präeklampsie, Früh- und Fehlgeburten, zu hohes kindliches Geburtsgewicht, schwere kindliche Anpassungsstörungen nach der Geburt.
Die frühe Erkennung ist wichtig, deshalb bieten wir bei Vorliegen von Risikofaktoren bereits in der Frühschwangerschaft den genaueren 75 g Zuckerbelastungstest an. Dieser Test ist eine Selbstzahlerleistung.
(Bitte nüchtern kommen, d.h. 12 Std. vorher nichts mehr essen, Trinken von stillem Wasser ist möglich)
Zusätzliche Untersuchungen in der Schwangerschaft /Infektionen
Infektionen können eine erhebliche Gefahr für Mutter und Kind in der Schwangerschaft bedeuten. Risiken wie z.B. eine Infektion mit Toxoplasmen, Ringelröteln, Cytomegalie-Viren oder eine Herpesinfektion können durch Blutuntersuchungen, andere durch Abstriche (z.B. Streptokokken-Infektion) erkannt und rechtzeitig therapiert werden.
CMV (Cytomegalie) Infektion:
Das Cytomegalievirus wird durch Speichel und Urin, z.B. von Kindern auf die Schwangere übertragen. Bei Infektion der Mutter erkrankt in ca. 30 % der Fälle das ungeborene Kind. Das führt zu Schäden wie Verkalkungen im Gehirn, Hör- und Sehstörungen.
Das Risiko für eine Erkrankung des Kindes ist im ersten Schwangerschaftsdrittel hoch, deshalb wird eine Testung in der 7. Schwangerschaftswoche und eine Kontrolle in der 12. - 14. Schwangerschaftswoche empfohlen.
Mit dem Medikament Valaciclovir steht eine Therapie zur Verfügung.
Toxoplasmoseinfektion:
Diese Krankheit wird durch rohes Fleisch und Katzenkot übertragen. Sie ist durch allgemein gute Hygienemaßnahmen seltener geworden, ca. 0,6 % der Schwangeren sind betroffen.
Getestet wird in der Frühschwangerschaft und eine Kontrolle wird ab der 16. Schwangerschaftswoche durchgeführt.
Bei Erkrankung ist eine antibiotische Therapie notwendig.
Ringelröteln (Parvovirus B19 Infektion):
Eine Erstinfektion mit Ringelröteln tritt in ca. 1 % der Schwangeren auf. Bei einer Infektion des Ungeborenen kann es zu einer Blutarmut (Anämie) des Feten kommen, die zu Fehl- und Todgeburten führen kann.
Durch Überwachungsmethoden mit Ultraschall (Doppler) kann man erkennen, wann ihr Kind gefährdet ist.
Als Therapie wird eine Bluttransfusion des Neugeborenen über die Nabelschnur durchgeführt.
B-Streptokokken-Infektion:
Bei ca. 20 % der Schwangeren findet sich dieses Bakterium im Darm oder Scheide. B-Streptokokken können zu einer sehr schweren Neugeboreneninfektion führen (B-Streptokokken-Sepsis).
Deshalb wird ab der 35. Schwangerschaftswoche eine Testung mittels Abstich empfohlen.
Bei positivem Abstrich wird eine vorbeugende i.v. antibiotische Behandlung der Schwangeren unter der Geburt durchgeführt. Mit diesem Vorgehen kann das Risiko einer Neugeboreneninfektion deutlich gesenkt werden.
Zusätzliche Ultraschalluntersuchungen
Die routinemäßige Mutterschaftsvorsorge beinhaltet 3 Ultraschalluntersuchungen - in der 9.-12. Schwangerschaftswoche, der 19.-22. Schwangerschaftswoche und der 29.-32. Schwangerschaftswoche. Viele Paare wünschen neben den gesetzlichen Mutterschaftsvorsorgeuntersuchungen ein höheres Maß an Sicherheit in der Erkennung von Störungen der Entwicklung/des Wachstums des Kindes und fragen daher nach ergänzenden Ultraschalluntersuchungen im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge. Wir beraten Sie gerne in einem persönlichen Gespräch über die Möglichkeiten solcher Untersuchungen.
Die Mutterschaftsvorsorgeuntersuchungen finden zunächst alle vier, ab der 30. Schwangerschaftswoche (SSW) alle drei Wochen und ab der 36. SSW alle 2 Wochen statt.
Ab dem errechneten Entbindungstermin sind alle 2 Tage Untersuchungen vorgesehen. Zur Dokumentation der Untersuchungsergebnisse wird zwischen der 8. und 12. SSW der so genannte Mutterpass angelegt. Diesen Pass sollten Sie immer bei sich tragen und zu jeder Untersuchung in unserer Praxis mitbringen.
Wechseljahre
Mit den Wechseljahren beginnt ein neuer Lebensabschnitt für Frauen, meist zwischen dem 49. bis 55. Lebensjahr. In dieser Zeit sollten Frauen besonders auf Ihre Gesundheit und auf psychische und körperliche Veränderungen achten. Die Kinder sind aus dem Haus,aber müssen noch unterstützt werden, die Eltern benötigen Pflege und berufliche Veränderungen stehen möglicherweise an.
Ein Drittel aller Frauen merken gar keine Veränderungen beim Übergang in die Wechseljahre, ein Drittel hat leichte bis mittlere Beschwerden und ein Drittel hat starke Beschwerden (Hitzewellen,Schweißausbrüche,Blutungsstörungen, Schlafstörungen,Depressionen) und braucht Unterstützung und Beratung durch den Frauenarzt.
Krebsvorsorge
Ihre Krankenversicherung übernimmt die gesamten Leistungen der Routine-Krebsvorsorge. Diese sind genau vorgeschrieben und beinhalten folgende Untersuchungen.
Ab dem 20. Lebensjahr:
gynäkologische Untersuchung des äußeren Genitales
Spekulumeinstellung der Scheide und des Muttermundes
Abstrichentnahme vom Muttermund mit anschließender zytologischer Untersuchung
Erhebung des Tastbefundes vom kleinen Becken
Ab dem 30. Lebensjahr:
zusätzliche Tastuntersuchung der Brust mit Unterweisung zur Selbstuntersuchung
Ab dem 35. Lebensjahr:
Statt der zwischen dem 20. und 34. Lebensjahr jährlich im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung stattfindenden Entnahme eines zytologischen Abstriches vom Gebärmutterhals erfolgt die Abstrichentnahme nun zusammen mit einem Abstrich auf HPV (Humane Papillomviren besser bekannt als "Gebärmutterhalskrebs verursachende Viren") im 3-Jahresturnus.
Ab dem 50. Lebensjahr:
zusätzliche Untersuchung des Enddarms durch Austasten
Mitgabe eines Stuhltests (Untersuchung auf Blut im Stuhl)
Durchführung einer Mammographie i. R. des Mammographie-Screenings (alle 2 Jahre)
IGel-Leistungen
Vaginalsonographie
Mammasonographie
Chlamydientest und HIV-Test
STD-Test
Onkologische Nachsorge
Nach einer Krebsbehandlung gilt es, sowohl das körperliche als auch das seelische Gleichgewicht wieder zu erlangen. Mit einer intensiven onkologischen Nachsorge verstehen wir uns als Ihr Wegbegleiter, der Ihnen als vertrauensvoller Partner bei diesen Schritten zur Seite steht.
Wir möchten Sie dabei unterstützen, gestärkt und mit einer optimistischen Haltung Ihrem Alltag, Ihrem Beruf, Ihrer Familie und Freunden neu gegenüber zu treten.
In unserer Praxis übernehmen wir die entsprechenden medizinischen Kontrollen und veranlassen für Sie ebenfalls die benötigten apparativen Nachsorgeuntersuchungen. Stets auf Ihren persönlichen Behandlungsbedarf zugeschnitten, zeitgerecht und gewissenhaft. Diese leitliniengerechte Betreuung umsorgt Sie umfassend und zuvorkommend, so dass Sie sich ganz auf Ihre Genesung fokussieren können.
Teenager Sprechstunde
Die Entwicklung vom Mädchen zur Frau stellt Körper und Seele vor neue Herausforderungen.
Der erste Besuch beim Frauenarzt ist etwas Besonderes und wir sorgen dafür, dass er zu einem rundum positiven Erlebnis wird - frei von jeglicher Scham.
Wir finden gemeinsam den richtigen Weg um unbeschwert und vor allem aufgeklärt mit dem eigenen Körper seinen Bedürfnissen und der eigenen Sexualität umgehen zu können. Gerne können Sie zu diesem Termin eine Freundin mitbringen.
Schutzimpfungen
So gut geimpft unsere Kinder heute sind, so lückenhaft ist leider in vielen Fällen der Impfschutz im Erwachsenenalter.
Bringen Sie zu Ihrem Besuch bei uns gerne Ihren Impfausweis mit. Wir kontrollieren Ihre Einträge und somit Ihren Impfschutz auf Aktualität und frischen Ihnen diesen bei Bedarf gerne auf.
Bei wiederkehrenden Erkrankungen wie Scheideninfektionen oder Blasenentzündungen zeigen wir Ihnen Optionen einer Schutzimpfung für ein möglichst beschwerdefreies Leben auf.